Probiert
verworfen
Weitergemacht

wie meine abenteuerlust begann

1974 wurde ich in Offenbach am Main geboren, lebe aber seit fast drei Jahrzehnten im rheinhessischen Hügelland beziehungsweise seit 2020 auch in Teilzeit in Thailand.

Seit ich mit acht Jahren mein erstes Fahrrad bekam, faszinieren mich die Möglichkeiten, die mir dieses Fortbewegungsmittel bietet. In meiner Jugend war ich sehr viel mit dem Rad unterwegs – ob auf organisierten Radtouren ins Ausland oder auf eigene Faust in der Region. Eigentlich war ich täglich unterwegs.

Mit dem Bestehen des Autoführerscheins ließ die Abenteuerlust auf Radreisen jedoch schlagartig nach. Es folgten Gewichtszunahme und zunehmender Frust. Erst ab 2005 entdeckte ich – auch dank einer besseren finanziellen Situation – meine alte Liebe zum Radfahren wieder. In dieser Zeit begleitete mich auch meine erste Kamera, eine Canon PowerShot SX100 IS, auf vielen Touren. Im Laufe der Jahre füllten sich ein paar Festplatten mit Fotos.

erste versuche für einen blog und youtube-kanal

2020, als die Corona-Maßnahmen das öffentliche Leben bestimmten, unternahm ich eine Radtour nach Italien. Während dieser Reise entstand die Idee, meine Erlebnisse in einem Blog festzuhalten und über meine kleinen und größeren Abenteuer zu schreiben. Außerdem inspirierten mich YouTube-Kanäle wie Fritz Meinecke oder Mathisox dazu, selbst Videos zu produzieren.

meine ersten fehler beim filmen

Für die Italien-Tour hatte ich mir eine kleine Actioncam zugelegt. Aufgrund mangelnder Erfahrung – und nicht zuletzt aus Kostengründen – entschied ich mich für ein Modell von Rollei. Die Aufnahmen waren allerdings enttäuschend: Alles war stark verwackelt, und massive Windgeräusche ruinierten mein erstes filmisches Projekt. Die Actioncam verschwand daraufhin in der Schublade und kam erst wieder zum Vorschein, um entsorgt zu werden.

Doch die Lust aufs Filmen kehrte schon wenige Monate später zurück. Ich fuhr zum örtlichen MediaMarkt und kaufte eine 4K-fähige Kamera sowie ein Notebook mit genügend Leistung für die Videobearbeitung. Rund 1.600 Euro leichter verließ ich den Markt mit einer Panasonic Lumix G70 und einem Asus ZenBook.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nie etwas von Sensorformaten gehört. Ich konnte die Zahlen auf Objektiven nicht deuten und wusste nicht, worin sich DSLR und DSLM unterscheiden. Begriffe wie Belichtungsdreieck, Framerate oder Brennweite waren für mich böhmische Dörfer. Von diesem Moment an begann meine Lernreise. Zunächst nutzte ich die Lumix allerdings ausschließlich zum Fotografieren. Im Selbststudium und mithilfe zahlreicher Online-Inhalte arbeitete ich mich Schritt für Schritt in die Fotografie, Videografie und die Erstellung von Webinhalten wie Websites und Blogs ein.

was ich heute über technik denke

Im Laufe der Zeit kamen und gingen Kameras und Zubehör. Ich probierte vieles aus. Auf einer Wanderung im Allgäu hatte ich beispielsweise ein Smartphone und einen Gimbal dabei, um mein erstes YouTube-Video zu drehen. Schon nach wenigen Kilometern landete der Gimbal jedoch im Rucksack und kam erst zu Hause wieder heraus. Aus dem Video wurde also nichts. Eine gute Actioncam wäre deutlich praktischer gewesen – eventuell ergänzt durch eine kleine Kompaktkamera für Szenen, in denen der extreme Weitwinkel der Actioncam nicht ideal ist.

die drei bennethon kanäle

Obwohl ich mittlerweile ein Vollformat-Setup, ein MFT-Setup und diverse andere Kameras besitze, bin ich der Meinung, dass man gar nicht viel braucht. Eine gut stabilisierte Kamera – egal ob Smartphone, Actioncam oder DSLM –, ein Stativ und vielleicht noch eine kleine Drohne reichen aus, um großartige Videos zu produzieren. Letztlich hängt das aber auch von der Art der Inhalte ab, die man erstellen möchte. Auf meinem neuen YouTube-Kanal „making content“ werde ich dir zeigen, was es wirklich braucht, um digitalen Content zu produzieren. Egal, mit welcher Kamera du unterwegs bist – entscheidend ist nicht die Technik, sondern wie kreativ du sie einsetzt.

In diesem Sinne, viel Spaß auf meinem Blog und meinen YouTube-Kanälen.